Montag, 30. März 2015

Sanierungsrichtlinien Donautal



Dieses Papier soll bei der nächsten Mitgliederversammlung der IG Klettern verabschiedet werden.

Konstruktive Beiträge dazu können direkt an Georg Hermann gerichtet werden.
Per Mail an kletterschorsch@t-online.de (Beirat Sanierungskommission).



Neutouren- und Sanierungsappell für das Obere Donautal
Die gewachsene klettersportliche Tradition im Oberen Donautal soll erhalten bleiben.
In erster Linie bedeutet dies, dass der Charakter bestehender Routen grundsätzlich nicht verändert werden soll. Nach wie vor muss jeder Kletterer eigenverantwortlich für sich entscheiden, ob er den Gesamtanforderungen einer Route gewachsen ist und diese sicher begehen kann oder nicht.
Sanierung von Kletterrouten
Weder der Charakter noch die Schwierigkeit einer Kletterroute soll durch die Sanierung oder die Einrichtung von Neutouren beeinträchtigt oder gar verändert werden. Allerdings sollen fragwürdige Bohrhaken durch neue Bohrhaken ersetzt werden, bei fixen Sanduhrschlingen sollten nur die Schlingen getauscht werden aber hierbei sollte wie bei Normalhaken von Fall zu Fall entschieden werden in welcher Art saniert wird.
Grundsätzlich sollte das Einverständnis der Erstbegeher eingeholt werden, so fern diese bekannt oder ermittelt werden können. Falls die Erstbegeher unbekannt oder nicht mehr ermittelt werden können, entscheidet die Sanierungsgruppe über das weitere Vorgehen.
Entscheidungen über das Umsetzen evtl. verbohrter Haken, das Entfernen vorhandener Haken sowie das Anbringen zusätzlicher Haken sollte durch die Sanierungsgruppe einvernehmlich erfolgen.
Die Abstimmung innerhalb der Sanierungsgruppe erfolgt in einfacher Mehrheit.
Erstbegehungen/Neutouren/Varianten
Vor der Erschließung einer Neutour soll der Erstbegeher sich über die für den jeweiligen Felsen eventuell bestehenden Kletterregelungen informieren und somit vermeiden, dass er seine Neutour in einem Naturschutzkritischen oder -sensiblen Felsbereich anlegt. Hierfür stehen ihm insbesondere Vertreter der Kletterverbände (IG-Klettern und des AKN) zur Verfügung, welche gegebenenfalls auch den Kontakt zu den zuständigen Behörden vermitteln können.
Angesichts der zunehmenden Routendichte ist jeder Erstbegeher vor der Einrichtung einer Neutour angehalten, sein Projekt einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, ob seine Neutour bzw. die darin zu setzenden Haken geeignet sind, benachbarte Routen zu beeinträchtigen.
Falls dies der Fall sein sollte, so muß der Erstbegeher das Projekt, vor der Realisierung, der Sanierungsgruppe der IG Klettern Donautal mitteilen, die dann darüber entscheidet, und gegebenenfalls von seinem Erstbegehungsprojekt absehen.
Jeder Erschliesser ist gehalten Umlenkhaken anzubringen, insbesondere dann, wenn damit ein Aussteigen in Bereiche mit sensibler Vegetation vermieden wird. Das Ausputzen zusammenhängender Vegetationszonen zur Einrichtung von Neutouren soll grundsätzlich unterbleiben und in einem solchen Fall soll von der Erstbegehung abgesehen werden.
Künstliche Griffe/Tritte
Die künstliche Schaffung und Erhaltung von Griffen/Tritten wird grundsätzlich abgelehnt, da die Natursportart Klettern ausschließlich von natürlich vorgegebenen Felsstrukturen lebt. Dies gilt auch für das übermäßige „Abräumen“ von brüchigem Gestein sowie das Verändern von Felsbereichen.

Aufgestellt: Arbeitsgruppe „Sanierung und Sicherheit im Oberen Donautal (SanSi)
                   bei der IG Klettern Donautal und Zollernalb, März 2015

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